Rückblick auf unseren 6. Tag der Allgemeinmedizin am 07.03.2015

Am 07.03.2015 öffnete die TU-München zum 6.Tag der Allgemeinmedizin (TDA) ihre Tore.

129 TeilnehmerInnen, in der Mehrzahl niedergelassene HausärztInnen aus dem Stadtgebiet und mit immerhin 43% aus dem ländlichen Raum, sowie WeiterbildungsassistentInnen und StudentInnen wurden von Professor Antonius Schneider, dem Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Initiator des TDA und seinem Team herzlich begrüßt. Als Novum präsentierte sich der TDA in diesem Jahr in einem neuen Format bestehend aus 3 Seminarblöcken, in denen ein erweitertes Programm in bewährter Form von Kleingruppenver-anstaltung angeboten wurde.

In 21 Seminaren konnten die Teilnehmer ihr Wissen praxisnah auffrischen bzw. vertiefen in „Klassikern“ wie Palliativmedizin, Impfungen, Sonographie, Reanimationstraining und Praxismanagement u.v.a. Neben urologischen Erkrankungen und malignen Hauterkrankungen als neue Themen in diesem Jahr wurden u.a. Basisfähigkeiten bei Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparates vermittelt und Grundlagen manueller Therapie unter physiotherapeutischer Anleitung eingeübt. Nachwuchsmediziner der Allgemeinmedizin hatten die Gelegenheit, ihre Vorbereitung auf die Facharztprüfung zu optimieren (häufige Prüfungsthemen, Gesprächstaktiken etc.). Für Lehrärzte wurden Schulungen bezüglich des Blockpraktikums und des PJ angeboten.

Das besondere Highlight in diesem Jahr war die erstmalige Verleihung des „Bayerischen Promotionspreis für Allgemeinmedizin“ durch die bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml. Dieser Preis wurde vom „Verein zur Förderung der Hausarztmedizin in Bayern“ gestiftet und soll die wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich der Allgemeinmedizin würdigen und fördern. Die mit 2000 € dotierte Auszeichnung erhielten Elisabeth Vannahme (geborene Hoerlein) und Eva Wartner für ihre Dissertationen „ Inanspruchnahmeverhalten von Patienten mit psychischen Begleiterkrankungen in der Hausarztpraxis“ und „Arzt-Patienten-Interaktion bei psychischer Komorbidität in der Hausarztpraxis“. Die Preisverleihung wurde von Dr. Peter Landendörfer vom „Verein zur Förderung der Hausarztmedizin in Bayern“ in München eröffnet, in deren Verlauf Prof. Schneider die Bedeutung der beiden Preisträgerinnen als seine ersten Doktorandinnen hervorhob und ihnen dafür dankte, durch ihre Dissertationen mit zum Aufbau des Lehrstuhles für Allgemeinmedizin an der TU beigetragen zu haben. Gesundheitsministerin Huml betonte die hausärztliche Versorgung als „ das Rückrat unserer medizinischen Versorgung“ und die Notwendigkeit mehr Nachwuchs zu finden. Wichtig sei es hierbei, Lehrstühle an allen bayerischen Universitäten einzurichten. Sie sagte ihre Unterstützung zu, die hausärztliche Medizin weiterhin zu stärken.

Die guten Evaluationen geben dem Institut Schwung für den nächsten Tag der Allgemeinmedizin, der am 27. Februar 2016 stattfinden wird. Die Mitarbeiter würden sich freuen, wenn sich auch dann wieder Abteilungen des Klinikums rechts der Isar einbringen würden – wofür sie sich abschließend bei den Lehrbeauftragten und Mitarbeitern des Klinikums noch einmal sehr herzlich bedanken möchten.

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